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Reisen 2010

Reisen und Ausflüge

Reisebericht Insel Texel

Ornithologische Gruppenreise vom 22.05.10 - 29.05.10


Kurzbericht:
Nach langer Busfahrt auf der Autobahn übersetzt uns die Fähre vom Festland auf die Insel. Während der Schifffahrt begleiten uns Lach-, Silber- und Heringsmöwen. Beeindruckend nahe folgen sie der Fähre und hoffen auf Futter der Menschen auf Deck. Während der Fahrt mit dem Bus der Siegrist Reisen zum Hotel Tatenhove, unser Domizil, halten wir neugierig Ausschau nach Vögeln. Augenfällig ist der Austernfischer, den wir immer wieder sehr nahe beobachten können. Schon während den ersten zwei Ferientagen haben wir 98% der gesehenen und gehörten Arten erfasst. Insgesamt sind es nach einer Woche Aufenthalt 104 Vogelarten, von denen fast alle auch Brutvögel der Insel sind. So zum Beispiel die Brandseeschwalben die in Kolonien auf der Insel brüten. Ringeltauben und Dohlen sind sehr häufig anzutreffen und lassen den Menschen sehr nahe an sich ran. Mit einer Fläche von ca. 227 Km2 ist die Insel kleiner als das Fricktal und somit gut übersehbar. Zielorientiert fahren und wandern wir Dünen, Deiche und Naturschutzgebiete an. Immer wieder treffen wir auf Graugänse mit ihren Jungen. Säbelschnäbler suchen im seichten Wasser nach Nahrung. Eine Rohrdommel fliegt eilig ins schützende Schilf. Der nasale Ruf der Rohrdommel ist öfters zu hören. Ein Löffler sitzt auf seinem Nest. Limikolen wie Ufer-, Pfuhlschnepfe, Rotschenkel, Steinwälzer, Fluss- und Sandregenpfeifer, sowie Kiebitz- und Goldregenpfeifer können beobachtet werden. Noch nie haben wir so nahe Korn- und Rohrweihen gesehen. Endlich können wir auch die Brillenente, eine aus Nordamerika stammende seltene Ausnahmeerscheinung, durch unsere Spektive beobachten.
In den mit Hecken durchsetzten Dünen hören wir den Gesang der Dorngrasmücke und des Fitislaubsängers, die auf der Insel häufig anzutreffen sind. Am Wegrand, weitab vom Wald, entdeckt Leo, das mit Jungvögeln besetzte, backofenförmige Nest, des Fitislaubsängers. Endlich, ein Blaukehlchen präsentiert uns sein Gesang auf der Spitze einer Föhre. Beeindruckt schauen wir durch das Spektiv. 100 Meter weiter wieder ein Männchen. Wir hören und sehen Bluthänflinge, Wiesenpieper, Schilfrohrsänger und Steinschmätzer. Während einer Abendexkursion können wir in einem Waldabschnitt den Balzflug der Waldschnepfe beobachten und deren brummenden Laute, auch Quorren genannt, hören. Viel zu schnell ist die Ferienwoche auf Texel vorbei. Auch wenn in der Hauptzugzeit die Insel noch viele Vogelarten mehr bietet, insgesamt, trotz steten Wind, eine gelungene Ferienwoche mit vielen Überraschungen.
An dieser Stelle einen Dank an den Organisator der Reise, Edgar Schuhmacher. Sehr gut gemacht. Wir sind gespannt auf die Fotos!!!

Text: Markus Schuhmacher

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